ASV Großholzhausen

Aktuelles Herren

SG Reichertsheim         :         ASV Großholzhausen                        2 : 1

Eine weitere Reifeprüfung stand uns in Reichertsheim bevor. Gegen den starken Vorjahres Zweiten der Kreisliga hingen die Trauben hoch, doch dies gerade ist unser Anspruch.

Wir nahmen die Widrigkeiten allesamt klaglos auf uns und machten das Beste daraus. Angefangen mit der Aufwärmmöglichkeit, (die den Gastgebern sicher genau so wenig behagt), wie der morastige, tiefe Boden des Spielplatzes, bis hin zu den Beschimpfungen der Zuschauer von der spektakulären Tribüne der Sportanlage.

 

So entwickelte sich von Anfang an ein reines Kampfspiel, was unserem naturell grundsätzlich nicht sehr entspricht. Damit war klar, dass die SG zuerst mehr vom Spiel hatte und uns stark unter Druck setzte. Beeindruckend die Präsenz der Gastgeber und deren aggressive Spielweise, ebenso wie die spielerische Anlage in der geschlossenen Truppe von Trainer Wagenspöck.

Trotzdem waren wir ein Gegner auf Augenhöhe, hatten allerdings in den ersten 15 Minuten auch jede Menge Glück. So verhinderte einmal Fabian Riepertinger auf der Linie und 3x sensationell Marcel Mundo die Führung der SG. Einen Freistoß von A. Schaberl lenkte Mundo in höchster Not noch über die Latte, dann parierte er einen Distanzschuss glänzend und zuletzt fand auch A. Hundschell, der allein auf das Tor zulief, seinen Meister in Mundo. Wir sorgten mit unseren Standards hingegen auch für Gefahr im Strafraum von TW Löw, Rob Wagner und Franz Englberger hätten per Kopf durchaus einen Treffer erzielen können. Ebenso hatten wir einige gute Chancen über unsere rechte Seite. Franz Englberger setzte sich hier immer wieder durch, bei einem Konter versuchte er es selbst, rutschte dabei aus, ein Abspiel auf den besser postierten Wagner wäre evtl. die erfolgversprechendere Lösung gewesen. Zur Halbzeit stand es leistungsgerecht 0:0 womit wir durchaus leben konnten. In HZ2 übernahmen wir zusehends das Kommando, ohne jedoch zwingend zu sein. Die Hintermannschaft der Reichertsheimer belegte deutlich, wieso sie bis dato nur 8 Gegentreffer hinnehmen musste. So war es naheliegend, das ein Fehler, oder der SR eine Spielentscheidung herbeiführen würde – beides traf ein.

Ein Fauxpas ausgerechnet von Geburtstagkind Fred Schober leitete den Führungstreffer der Gastgeber ein. Max rutsche im Zentrum der Ball über den Spann, genau zum Gegner, der immens starke Hundschell sprintete über links davon und passte umsichtig auf seinen kongenialen Sturmpartner Eisenauer, der das Leder sicher über die Linie drückte. In keinster Weise eingeschüchtert erhöhten wir den Druck und mussten enormes leisten, um den stabilen Gastgeber Probleme zu bereiten. So schnürten wir Reichertsheim in deren Hälfte ein, Chancen blieben jedoch spärlich. Immer war ein Abwehrbein dazwischen, oder TW Löw bekam die Fäuste ran, wie bei Joost Schobers Freistoß aus gut und gern 40m. Leider brachten auch unsere ansonsten gutgetimten Standards heute nicht die nötige Gefahr und so musste es Robert Wagner richten. Immer und immer wieder setzte er sich unnachahmlich durch, immer war jedoch ein weiterer Gegner zur Stelle. Mit der Einwechslung von Peter Vollkommer sollte die Arbeit von Rob ein wenig erleichtert und mehr Freiraum entstehen, was in der 77. Minute Früchte trug. Rob konnte sich im 16er um seinen Gegenspieler drehen und mit Vehemenz den verdienten und viel umjubelten Ausgleich erzielen. In der Folge war das Spiel wieder offen, doch beide Teams wären wohl mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen, nun machte uns wieder einmal der SR einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Freistoß köpft Max Schober den Ball Peter Vollkommer von hinten an den Arm,  der gezwungenermaßen, nach einem Schubser eine unnatürliche Haltung einnahm. Der SR ahndete jedoch nicht das Foul, sondern das Handspiel – streng nach Regelauslegung. Den Elfmeter verwandelte Baumgartner sicher.

In den letzten Minuten warfen wir alles nach vorn, erhielten aber nicht den mehr als verdienten Lohn.

Offen bleibt die Frage, wieso der SR einen Rückpass auf TW Löw nicht bestrafte und ein Foul an Wagner im Strafraum nicht pfiff – auch hier konnte man seinem Widersacher keine Absicht unterstellen, dennoch hinderte er Wagner entscheidend.

Ebenso fraglich die Rote Karte in der 90+5 Minute für Stadler, freilich titulierte er den Referee als Feigling – sollte ein SR nicht in solchen Fällen, nach einem derart turbulenten Match, seine vermeintlich verletzte Persönlichkeit in den Hintergrund stellen und Verständnis für einen emotionalen Affekt eines Spielers aufbringen? Regelauslegung….

Ein sehenswertes, unglaublich intensives Match, trotz schwerer Bodenverhältnisse auf sehr hohem Niveau.

Äußerst bedauerlich, dass dieses spektakuläre Spiel durch einen derart fragwürdigen Handelfmeter entschieden werden musste.

In jedem Fall, neidlosen Glückwunsch an die tolle Truppe der SG Reichertsheim/Ramsau zu den 3 Punkten und weiterhin viel Erfolg!!

 

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